Markranstädter Musiksommer

 
 

Herzlich willkommen auf den mobilen Internetseiten des Markranstädter Musiksommers

Auf diesen Seiten erhalten Sie Informationen über das aktuelle Programm und die Künstler des Markranstädter Musiksommers in Kurzform.
Ausführlichere Informationen finden sie auf unserer klassischen Internetseite
www.musiksommer-markranstaedt.de (Link unten).

Nach dem Abschluss des 16. Markranstädter Musiksommers am 22. Oktober 2016 erklang im Gedenkkonzert zum Buß- und Bettag Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem d-Moll. Mit den Solistinnen Astrid Werner (Sopran), Claudia Maria Laule (Alt), den Solisten Tobias Mäthger (Tenor) und Andreas David (Bass) musizierten die Kantorei Markranstädt und das Orchester des Sinfonischen Musikvereins Leipzig e. V. mit Frank Lehmann am Pult.
Nach einem Moment der Stille am Ende dieses Werkes belohnten die Konzertbesucher diese Aufführung mit großem Applaus.

Herzliche Einladung nun zur nächsten musikalischen Veranstaltung in der St. Laurentiuskirche, dem Weihnachtsoratorium am 3. Advent um 17:00 Uhr. Zur Aufführung kommen die Kantaten 1 bis 3.

Schon vorher legen wir Ihnen das traditionelle Adventskonzert des Orchesters des Sinfonischen Musikvereins Leipzig e. V. im Kleinen Saal des Leipziger Gewandhauses am 8. Dezember 2016 um 20:00 Uhr ans Herz.
Eintrittskarten hierzu erhalten Sie bei Musikalienhandlung M. Oelsner Leipzig oder an der Gewandhaus-Kasse.

Ebenfalls schon jetzt möchten wir Sie zum Silvesterkonzert um 18:30 Uhr in die Sankt Laurentiuskirche einladen. Für eine vergnügliche Einstimmung auf den Jahreswechsel wird dann die Fiddle Folk Family sorgen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

Ihr
Pfarrer Michael Zemmrich und
Kantor Frank Lehmann.

Rückblick

Zu einem wahrhaft mitreißenden Abschlusskonzert des 16. Markranstädter Musiksommers fanden sich am 22. Oktober 2016 zahlreiche Besucher in der St. Laurentiuskirche ein. Auf dem Programm standen Frühwerke dreier Komponisten.
Zu Beginn klangen die frühromantischen Noten Franz Schuberts 1. Sinfonie aus dem Altarraum. Ein Frühwerk im sprichwörtlichen Sinne, denn Schubert war damals erst 16 Jahre alt. Im ersten Satz noch mit feierlichem Gestus beginnend, stimmte der finale vierte Satz mit seiner Heiterkeit auf die noch folgenden Stücke ein.
Nach einer kurzen Pause dann ein Kontrast: das Konzert für Trompete und Streicher op. 23 des 1930 in Dresden geborenen Siegfried Kurz. Über viele Jahre war er dort später als Dirigent der Sächsischen Staatsoper und auch an der Musikhochschule tätig. Für die Komposition hatte er so zunehmend weniger Zeit.
Schon früh, 1953, entstand dieses dreisätzige Werk und ist wohl zu seinem bekanntesten geworden. Kurz experimentierte bei seinen Kompositionen sowohl mit klassischen als auch zeitgenössischen Elementen. So finden sich auch jazzige Elemente in diesem Werk und bieten dem Zuhörer ein zeitlos modernes Stück Gegenwartsmusik. Den Trompeten-Part hatte Sebastian Taubert ausgezeichnet gemeistert und Dirigent Frank Lehmann dürfte gleichsam mit der Leistung seiner Streicher hochzufrieden gewesen sein, setzten die Takte und Tempi doch zuweilen absolute Konzentration voraus. Für manchen Zuhörer war dieses Stück wohl allzu schnell vorüber. Der große Applaus entlohnte den Solisten und das Orchester für diesen erfrischenden Zwischenpart.
Den Schlusspunkt markierte die nachfolgende 1. Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Sein großes sinfonisches Erstlingswerk sprüht vor Heiterkeit und Ideenreichtum. Beethovens Improvisationskunst, die er gerade am Klavier zuvor schon häufig unter Beweis gestellt hatte, hinterließ hier zweifellos ihre Spuren. Wenn auch mit kompositorischen Novitäten gespickt, war die Uraufführung im Jahr 1800 doch ein voller Erfolg für den Komponisten. Wenngleich Beethovens 1. schon 2007 hier in Markranstädt erklang, konnte man jenen Erfolg an diesem Tag in der St. Laurentiuskirche erneut nachempfinden, denn die Spielfreude war entfacht unter den Orchestermusikern und trug sie in ein von lang anhaltendem Applaus gekröntes Finale.

Das noch einmal sommerliche Wetter vermochte letztlich nur kurz darüber hinweg zu täuschen, dass bereits das Herbstkonzert und damit das vorletzte Konzert des 16. Markranstädter Musiksommers ins Haus stand. Das Ensemble TonArt Leipzig, in der St. Laurentiuskirche keine unbekannten mehr, nahm die Besucher unter dem Motto „Grenzenlos“ mit auf eine musikalische Reise um die Welt.
Nachdem Vikar Martin Golz die Zuhörer und Künstler begrüßt hatte, starteten die zu diesem Streifzug durch die internationale Chormusik mit einem Stück des Portugiesen Fernando Lopes-Graça. Die nächsten Werke führten durch Skandinavien, Frankreich und Deutschland nach Lettland. Das „Ave Maria III“ des 1964 geborenen Rihards Dubra ging auf ein persönliches Erlebnis in einer Kirche zurück. Er begegnete drei älteren Damen, die jeweils in ihrer eigenen Tonhöhe das Ave Maria beteten, im „Zusammenspiel“ aber für Dubra einen einigen Klang formten und ihn zu diesem Stück inspirierten.
Danach spielte Pianistin Katharina Rahn, die das Ensemble bei einzelnen Stücken am Klavier begleitete, einen mitreißenden Ritt durch die „Halle des Bergkönigs“ – dem sicher bekanntesten Teil aus Edvard Griegs Schauspielmusik zu „Peer Gynt“. Vom hohen Norden ging es dann auf der Weltkarte nach links über England und Island gen Mittel- und Südamerika, erschollen Spirituals, Samba- und Tango-Klänge aus dem Altarraum. Nach einer chinesischen Volksweise endeten die Sängerinnen und Sänger wieder in Deutschland mit dem „Gratias“ aus den „Zwölf Geistlichen Gesängen“ des 1585 im thüringischen Köstritz (heute Bad Köstritz) geborenen Schütz.
Nach Applaus und Blumen für das kleine aber feine Ensemble gab es freilich noch eine Zugabe, bevor die Konzertbesucher dann wieder in die heimische Spätsommersonne zogen.

Nun ist auch das zweite Sommerkonzert verklungen. An diesem sonnigen Sonnabend hatten sich doch viele Interessierte in die Bankreihen der Laurentiuskirche niedergelassen und wurden von Pfarrer Michael Zemmrich begrüßt. Willkommen geheißen wurde auch der Protagonist dieses Konzertes, der in Norwegen geborene Espen Melbø, Organist an der Ladegast-Orgel der Stadtkirche Naunhof.
Die Konzertbesucher bekamen ein ausgesuchtes Programm mit ein paar bekannten und sonst in unseren Breiten eher selten zu hörenden Werken geboten. Neben Rheinberger und Bach waren dies Stücke der beiden Schweden Otto Olssen und Oskar Lindberg sowie von Melbø's Landsmännern Arild Sandvold und dem im Januar diesen Jahres gestorbenen Leif Solberg.
Melbø's Akribie in der Vorbereitung auf dieses Konzert brachte nicht nur neue Registerkombinationen zu Gehör sondern bot bis zum letzten Ton mit hoher Musikalität exzellent und souverän gespielte Orgelliteratur. Viel Applaus gab es für Espen Melbø, der sich noch mit einer Zugabe verabschiedete.

Zur Eröffnung des Sommerkonzert-Reigens des diesjährigen Musiksommers gab es sozusagen ein Wunschkonzert, denn viele Besucher des Konzertes zum Buß- und Bettag im vergangenen Jahr wünschten sich eine Wiederholung des Trios aus Bratsche, Klarinette und Orgel/Klavier.
Kantor Frank Lehmann hatte dies nun für das erste der beiden Sommerkonzerte terminiert. Das seinerzeit namensgebende Stück „Spiegel im Spiegel“ von Arvo Pärt wurde nun gegen das ebenso moderne „Dream 3“ von Max Richter (*1966) getauscht.
Richter wurde zwar in Deutschland geboren, wuchs jedoch in England auf. Nach seinem Studium war er Gründungsmitglied des Ensembles «Piano circus», mit dem er zehn Jahre lang zeitgenössische Werke von Arvo Pärt, Brian Eno, den Minimal Music Komponisten Philip Glass und Steve Reich und anderen aufführte und auf CD brachte.
Darüber hinaus hatten Antje Dietzmann (Bratsche), Sonja Riedel (Klarinette) und Frank Lehmann (Orgel/Klavier) drei weitere Werke neu ins Programm genommen. Die Auswahl romantischer Stücke, vermischt mit Klezmer-Klängen und Filmmusik, erfreute wieder die Zuhörer und nach dem der „Coultergeist“ den Schlusspunkt gesetzt hatte, dankten sie es mit kräftigem Applaus.

Am 16. April startete der 16. Markranstädter Musiksommer. Dieser Tag hatte Einiges – Regengüsse, kalten Wind, und dann doch noch Sonne. Trotz einiger konkurrierender Veranstaltungen fanden sich bereits frühzeitig viele Klassik-Interessierte an der St. Laurentiuskirche ein – eine positive Überraschung und auch Beleg für den Anspruch, dem sich die Musiker des Orchesters des Sinfonischen Musikvereins Leipzig e. V. unter ihrem Dirigenten und Kantor der Kirchgemeinde, Frank Lehmann, immer wieder aufs Neue stellen.
In der bis fast auf den letzten Platz besetzten Kirche kam nun das ursprünglich für die Eröffnung im Jahr 2015 geplante Beethoven-Programm zur Aufführung. Als Solist für das Violinkonzert D-Dur op. 61 hatte Frank Lehmann einen Meister seines Faches gewinnen können. Andreas Hartmann, Erster Konzertmeister im MDR Sinfonieorchester, zündete mit seinen Bogenstrichen von zart hauchend bis zum aufgewühlten Tutti ein wahres Notenfeuerwerk – sicher ganz im Sinne Beethovens. Dem Publikum dankte Andreas Hartmann für den langen Applaus mit einer Solo-Zugabe.
Auch die Orchestermusiker machten es mit ohne Zweifel hörbarer Spielfreude ihrem Dirigenten leicht, mit diesem wunderbar dargebotenen Violinkonzert Vorfreude auf die für den zweiten Teil auf dem Programmzettel stehende 6. Sinfonie zu wecken.
Die «Pastorale» untertitelte Sinfonie zählt wohl zu den meistgespielten Sinfonien und macht den im Jahr 2007 in St. Laurentius mit den Sinfonien Nr. 1 und 2 begonnenen Beethoven-Zyklus fast komplett. Die strahlende Sonne während der Pause schien die Musiker angestachelt zu haben, noch einmal alles zu geben und diesem Eröffnungskonzert zum 16. Markranstädter Musiksommer einen lange in guter Erinnerung bleibenden Schlusspunkt zu setzen.
Begeisterter Applaus am Ende und besonders auch für den erst 12-jährigen Carl Steppels mit seiner Klarinette, der schon zu Beginn so manch erstaunten Blick auf sich zog. Der kurze aber umso mehr lobende Kommentar seines "Chefs" am Taktstock: „Der Junge hat das ganz klasse gemacht!“.

Letzte Aktualisierung: 30.11.2016

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